Maja Bajevic

1967 geboren in Sarajevo
Lebt und arbeitet in Paris und Sarajevo

Maja Bajevic

1967 geboren in Sarajevo
Lebt und arbeitet in Paris und Sarajevo

Persönliche Daten

1991 Studium an der Kunstakademie in Sarajevo
1991-96 Studium an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris im Fach Multimedia-Kunst
2003 Teilnahme an der 50. Biennale Venedig
2005-08 Gastprofessur an der Università IUAV di Venezia
2006 einjähriges DAAD Stipendium in Berlin
2007 documenta 12, Kassel

Zum Werk

„Auf diese Weise zerstörten wir etwas, das wir selbst gemacht hatten, wie es in der Geschichte oft geschieht. Der Vorgang des Waschens hat in vielen Kulturen eine sakrale Bedeutung. In der Psychologie ist das Reinigen als traditionelle, weibliche Reaktion auf Schmerz, Verlust, Tod oder Stress bekannt. Die letzte Möglichkeit, Kontrolle über unser eigenes Schicksal zu übernehmen, ist das Waschen, den Dreck der äußeren Welt und seinen durchdringenden Einfluss auf uns abzuputzen.“1

 

„Die Ansicht, dass Hausarbeit nur Frauensache sei, ist rückständig und hat nichts mit der Rolle der Frau in einer sozialistischen Gesellschaft zu tun.“
Josip Broz Tito
 

Die bosnische Video- und Installationskünstlerin Maja Bajević beschäftigt sich in ihrem Werk mit Fragen zur sozialen, politischen und kulturellen Identität in dem vom Krieg zerrissenen Bosnien. Seit den 1990ern hat sie Themen wie ungewollte Heimatlosigkeit, kollektives Gedächtnis und individuelle Erinnerung in ihren Arbeiten künstlerisch umgesetzt und die Folgen von Gewalt, religiösen und kulturellen Spannungen und den Handel mit Drogen und Waffen aufgezeigt. Als Performances auf- oder als Videos vorgeführt, erheben ihre Inhalte den Anspruch auf eine öffentliche Diskussion über Missbrauch von Macht und Religion.
 

2001 hält sie im Rahmen der 7. Istanbul Biennale zusammen mit zwei Flüchtlingsfrauen aus Srebrenica fünf Tage lang eine jeweils zweistündige Performance im Cemberlitas Hamam in Istanbul ab. Die Vorführung konnte nur von Frauen besucht werden und setzte deren akti